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Vergrößerung
Vergrößerung Rita Preuss, Selbstbildnisse: mit Ringen (2006), mit Pelzmütze (1993), mit Kochtopf (1994), mit Pinselkranz (1993); Fotos: Fotostudio Bartsch, Angelika Weidling, Uwe Walter / © Rita Preuss Stiftung
 
Vergrößerung
Vergrößerung Rita Preuss, Friedenauer Nostalgie, 1957; Foto: Fotostudio Bartsch, Angelika Weidling, Uwe Walter / © Rita Preuss Stiftung
29.10.2016 - 15.01.2017 | Rita Preuss. Im Porträt
Meisterschülerin von Max Pechstein
Rita Preuss ist Frau, Künstlerin, Ehefrau, Hausfrau, Köchin, Gastgeberin, Dame der Gesellschaft, Witwe – und ehema¬lige Meisterschülerin Max Pechsteins an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.  
 
In der Nachkriegszeit, in der gegenständliche Malerei wenig populär ist, bleibt sie der figürlichen Ölmalerei, die sie bei Max Pechstein studierte, treu und schafft sich ein eigenständiges künstlerisches Profil innerhalb der Berliner Kunstlandschaft. In starken Farben und mit dem Bekenntnis zur Reduktion der Form erzählt Rita Preuss ihre Lebensgeschichte auf Papier und vor allem Leinwand, teilt ihre Persönlichkeit und die Widersprüche ihres Lebens mit Sensibilität, Ernsthaftigkeit oder Humor. Dabei ruht der Blick nicht auf ihrer Person. Ihre unmittelbare Umgebung und der Mensch im Allgemeinen wie im Speziellen bleiben zeitlebens Hauptmotiv in Rita Preuss’ künstlerischem Schaffen, das sich nicht zuletzt, ähnlich Max Pechstein, in zahlreichen baubezogenen Arbeiten ausdrückt, darunter Mosaike, Glasfenster und Wandmalereien. Missstände innerhalb der Gesellschaft verarbeitet sie in realistischen bis surrealistischen und ungleich drastischen Darstellungen, darunter eine Reihe pointierter Bleistiftzeichnungen. Es entstehen nicht selten Studien der Zeit – Momentaufnahmen, die auch Jahrzehnte später noch von höchster Aktualität sind. Die Großstadt Berlin mit all ihren Ansichten und Typen, mit der Vielzahl an Weltanschauungen, Überzeugungen und Lebensmodellen liefert Rita Preuss genügend Material für ihre zumeist großformatigen Stadt- und Menschenbilder.  
 
Nachdem die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum bereits 2015 anlässlich des Internationalen Museumstages einen kleinen Ausschnitt ihres Werkes vorstellten, würdigt die Retrospektive nun umfassend das in über sechs Dekaden gewachsene OEuvre der Hannah-Höch-Preisträgerin, die 1924 in Berlin geboren und dort 2016 verstorben ist.  
 
Publikation  
 
Zur Ausstellung erscheint im Husum Verlag eine mit zahlreichen Abbildungen versehene Begleitbroschüre (Museumspreis 5 Euro).  
 
Führungsanfragen  
 
Führungen für Schüler und Gruppen nach Vereinbarung an  
fuehrungen-kunstsammlungen@zwickau.de und telefonisch (während der Öffnungszeiten)  
unter 0375 834510.  
 
Eintritt  
 
Vollzahler 5 Euro  
Ermäßigungsberechtigte* 3 Euro  
 
Gruppen**  
Vollzahler 4 Euro  
Ermäßigungsberechtigte 2,50 Euro  
 
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr, Zwickau-Pass-Inhaber, 1 Begleitperson bei Schwerbehinderten, 1 Reisegruppenleiter, ICOM-Mitglieder  
 
* Schüler, Vollzeit-Studenten, Schwerbehinderte (mind. 50% GdB) gegen Vorlage eines gültigen Nachweises  
** ab 10 zahlungspflichtigen Besuchern  
Veranstaltungsort:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Ort:
Lessingstraße 1, 08058 Zwickau
Ansprechpartner:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum  
Lessingstraße 1, 08058 Zwickau  
Telefon: 0375 834510
E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de (*)
* Weitere Informationen zur eSignatur finden Sie in unserem Impressum.