Eda Aslan. Between Grey and Blue, Between Dust and Rock

veröffentlicht am: 22.07.2026

Das Kulturamt informiert:

Ausstellung im Rahmen des Max-Pechstein-Förderpreises

Was bleibt von einem Ort, wenn Menschen ihn verlassen? Welche Spuren hinterlassen Erinnerungen in Landschaften, Materialien und Körpern? Und wie lassen sich Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung setzen? Mit der Ausstellung „Between Grey and Blue, Between Dust and Rock“ präsentieren die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU vom 1. August bis 4. Oktober 2026 die aktuelle künstlerische Position von Eda Aslan. Sie wurde 2025 mit dem Max-Pechstein-Förderpreis der Stadt Zwickau ausgezeichnet.

Die Künstlerin bewegt sich zwischen Installation, Skulptur, Fotografie, Video und Archivmaterial. Ihre Arbeiten verbinden persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Fragestellungen. Dabei entstehen poetische Bildräume, in denen individuelle Geschichten zu universellen Erzählungen werden. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind Spuren – sichtbare und unsichtbare. Sie erzählt von Migration, Verlust und Herkunft, von Landschaften im Wandel und den Erinnerungen, die sich in Materialien einschreiben. Staub, Wasser, Luft und Gestein werden dabei nicht nur zu Werkstoffen, sondern zu Trägern von Geschichte und Erfahrung. Fragile Glasgefäße mit zirkulierendem Meerwasser treffen auf Arbeiten, die auf vergessenen Filmnegativen aus Kameras oder Archiven basieren. Vergangenes erscheint nicht als abgeschlossene Geschichte, sondern als etwas, das fortwirkt, sich verändert und immer wieder neue Bedeutungen annimmt.

Eda Aslans Werke eröffnen Räume des Innehaltens. Sie stellen keine eindeutigen Antworten bereit, sondern laden dazu ein, Erinnerung als etwas Bewegliches zu verstehen – als einen Prozess, der sich zwischen Menschen, Orten und Zeiten entfaltet. Ihre Arbeiten machen sichtbar, wie eng persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen verwoben sind und wie Fragilität zugleich zu einer Form von Stärke werden kann. So entsteht eine Ausstellung, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet und den Blick auf die Spuren richtet, die Menschen, Landschaften und Ereignisse hinterlassen – leise, poetisch und zugleich von großer gesellschaftlicher Relevanz.

Eda Aslan

Eda Aslan, 1993 in Istanbul geboren, lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Bildhauerei und Malerei an der Marmara-Universität in Istanbul und setzte ihre Ausbildung im Studiengang Time Based Media an der Hochschule für bildende Künste Hamburg als DAAD-Stipendiatin fort. In ihrer medienübergreifenden künstlerischen Praxis verbindet sie Installation, Skulptur, Fotografie, Video und Archivmaterial. Ausgehend von persönlichen und kollektiven Erinnerungen untersucht sie die Verflechtungen von Geschichte, Migration und Identität. Dabei entstehen poetische Arbeiten, die politische, ökologische und gesellschaftliche Fragestellungen mit individuellen Erfahrungen verbinden.

Ihre Ausstellung wird im Rahmen des Max-Pechstein-Förderpreises der Stadt Zwickau präsentiert. Der Preis zeichnet herausragende junge künstlerische Positionen aus und knüpft an das Werk Max Pechsteins an, dessen künstlerisches Erbe eng mit der Stadt Zwickau verbunden ist. Eda Aslan erhielt 2025 den Max-Pechstein-Förderpreis der Stadt Zwickau.

Ein Eröffnungswochenende zum Erinnern, Entdecken und Gestalten

Zum Eröffnungswochenende lädt ein Begleitprogramm dazu ein, die Themen der Ausstellung gemeinsam zu entdecken. Gespräche, kreative Angebote und gemeinsames Experimentieren eröffnen neue Zugänge zu Erinnerung, Material und den Spuren, die Menschen hinterlassen.

OPENING MIT ARTIST TALK UND DROP-IN-WORKSHOP

Samstag, 1. August, 15 bis 17 Uhr

Eda Aslan gibt im Artist Talk gemeinsam mit Lisa Deml und Marie-Sophie Dorsch (Halle für Kunst Lüneburg e. V.) Einblicke in ihre künstlerische Praxis. Im anschließenden offenen Workshop können Besucherinnen und Besucher selbst kreativ werden und den eigenen Erinnerungen Raum geben.

Eintritt frei, Materialpauschale 2 Euro

WENN SPUREN BLEIBEN

Sonntag, 2. August, 12 Uhr

Nach einem kurzen Rundgang durch die Ausstellung verwandelt sich der KreativRAUM in ein offenes Experimentierfeld für Familien. Mit Leim als unsichtbarer Spur und Sand als Sichtbarmacher entstehen kleine Erinnerungscollagen, die zeigen, wie Erlebnisse sichtbar werden und nachwirken.

Eintritt frei, Materialpauschale 2 Euro

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Eda Aslan bei der Verleihung des Max-Pechstein-Förderpreises im Dezember 2025
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